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Alexander Schleicher


Die Alexander Schleicher GmbH & Co ist ein deutscher Segelflugzeughersteller mit Hauptsitz in Poppenhausen (Wasserkuppe) in der Rhön. Das Unternehmen zählt heute ca. 105 Mitarbeiter und produziert etwa 90 bis 100 Segelflugzeuge pro Jahr. Von diesen werden ca. 35% in Deutschland, der Rest weltweit abgesetzt.

Bei vielen der von der Firma Alexander Schleicher hergestellten Flugzeuge handelte es sich um Meilensteine in der Segelflugzeug-Entwicklung. Sie wurden daher bereits für viele Rekordflüge verwendet. So zum Beispiel von Hans-Werner Grosse als er in einer ASW 12 am 25. April 1972 mit einem Flug von Lübeck nach Biarritz in Frankreich mit 1.460 km einen neuen Strecken-Weltrekord für Segelflugzeuge aufstellte.



Die Namen der Flugzeuge werden heute stets nach dem gleichen Muster vergeben: AS für "Alexander Schleicher", gefolgt vom Anfangsbuchstaben des Namens des Flugzeugkonstrukteurs.

So wurden die ASK-Modelle von Rudolf Kaiser, die ASW-Modelle von Gerhard Waibel und die ASH-Modelle von Martin Heide entwickelt. Für die neuen ASG-Modelle zeichnet Michael Greiner verantwortlich.



Geschichte
Die Geschichte des Unternehmens beginnt im Jahr 1927, als Alexander Schleicher, der zuvor als Flugzeugschreiner gearbeitet hat, im Alter von 26 Jahren das Segelflugzeugwerk in Poppenhausen an der Wasserkuppe gründet. Noch im selben Jahr geht das erste Flugzeug (Schleicher selbst nannte es: "Hol's der Teufel") in Serie. In den folgenden Jahren kann das Unternehmen aufgrund der weitgehenden Beschränkung der Fliegerei in Deutschland auf den Segelflug durch die Siegermächte des ersten Weltkrieges florieren.

Den ersten schweren Rückschlag erleidet der Hersteller erst zehn Jahre nach der Gründung, als am 17. Dezember 1937 ein Brand eine Werkshalle vollständig zerstört. Ein weiterer Rückschlag als Flugzeughersteller ereilt das Unternehmen nach dem zweiten Weltkrieg in den Jahren von 1945 bis 1951, als in Deutschland keine Flugzeuge mehr gebaut werden durften. Während dieser Zeit werden vorallem Möbel und Einrichtungsgegenstände produziert.



In den folgenden Jahren stoßen u. A. mit Rudolf Kaiser weitere Flugzeugkonstrukteure zum Unternehmen. Bereits in den 1960er Jahren wird die Produktion unter der Regie von Gerhard Waibel (einem weiteren "neuen" Konstrukteur) schrittweise auf Kunstofffertigung umgestellt. Dem bis heute üblichen Verfahren bei Hochleistungssegelflugzeugen.

Heute ist die Alexander Schleicher GmbH einer der führenden Segelflugzeughersteller weltweit.




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