Querverweise


  1. Junkers Ju 52

Junkers


Bis 1936: Junkers Motorenbau GmbH und Junkers Flugzeugwerk AG
Nach 1936: Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG

Die Junkers Werke waren einer der größten Flugzeugproduzenten des Deutschen Reiches und nach ihrer Neufirmierung durch das Reichsluftfahrtministerium 1936 auch einer der größten Rüstungskonzerne. Sie produzierten eine vielzahl an Motoren und Flugzeugen. Unter ihnen auch die Ju 52 ("Tante Ju") sowie das erste seriengefertigte Strahltriebwerke der Welt (Jumo 004).



Geschichte
Nach dem Ersten Weltkrieg gründete der Unternehmer Hugo Junkers 1919 die Junkers Flugzeugwerk AG mit Sitz in Dessau. Zuvor hatte Junkers bereits während des Weltkrieges in seiner Fabrik der Firma Junkers Gasgeräte Flugzeuge konstruiert und gebaut. Zu diesen Zählen die Junkers J 1 und J 2.

Bereits im Jahre der Gründung der Flugzeugwerk AG startete die Junkers F 13, das erste Verkehrsflugzeug in Ganzmetall-Bauweise der Welt, zum Erstflug.



Wenige Jahre später gründete Hugo Junkers 1923 auch die Junkers Motorenbau GmbH, ebenfalls in Dessau, welche hauptsächlich die ersten Flugdieselmotoren baute. In den folgenden Jahren erlangten beide Junkers Firmen aufgrund der Zuverlässigkeit ihrer Produkte international einen ausgezeichneten Ruf. So wurde 1928 mit einer Junkers W 33 der Atlantik erstmals auch von Ost nach West nonstop überquert.

Dennoch gerieten die Junkers Werke Anfang der 1930er Jahre in wirtschaftliche Schwierigkeiten, welche 1932 in der Insolvez mündeten. Im gleichen Jahr hatte die Ju 52/3m ihren Erstflug.



Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr darauf wurde ihr bis dahin alleiniger Eigentümer Hugo Junkers, welcher bei den NS-Machthabern als politisch unzuverlässig galt, gezwungen 51 % der Firmenanteile entschädigungslos an das Reisluftfahrtministerium abzugeben. Gleichzeitig wurde Junkers verboten seine Werke zu betreten und er wurde in seinem Sommersitz unter Arrest gestellt.

Nach dem Hugo Junkers im Jahre 1935 verstorben ist, verkaufte seine Witwe und Erbin auch die verbleibenden 49 % gegen eine Zahlung von ca. 30 Millionen RM ebenfalls an das Ministerium.



In den folgenden Jahren wurde fast die gesamte Produktpalette auf Kriegsflugzeuge umgestellt. Dies geschah zum Teil durch Neuentwicklungen (z. B. die der Ju 87 "Stuka"), aber auch durch Änderung der Entwürfe bestehender Muster (etwa bei der Ju 52). So wurde aus Junkers einer der größten Rüstungskonzerne des Dritten Reiches.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges produzierte Junkers selbst keine Flugzeuge mehr und verwaltete praktisch nur noch die verbliebenen Betriebsvermögen sowie Grundstücke. Dennoch wurden auch noch nach Ende des Zweiten Weltkrieges von Junkers entwickelte Flugzeuge und Motoren produziert. So wurden beispielsweise von der Ju 52 noch mehr als 450 Exemplare in Frankreich und Spanien in Lizenz gefertigt.

Ende der 1970er Jahre wurde Junkers dann aufgekauft und ging im Daimler-Benz-Konzern auf.