Querverweise


  1. McDonnell Douglas Corp. DC-10 (ziv. und mil.)
  2. McDonnell Douglas Corp. MD-11 (zivil)
  3. McDonnell Douglas Corp. MD-80 (zivil)

McDonnell Douglas Corp.


McDonnell Douglas Corp. wurde 1967 durch eine Fusion von McDonnell und Douglas gegründet. 1997 wurde die Firma von Boeing übernommen

Firmengeschichte
Bereits 1963 wollte McDonnell neben den Militärflugzeugen mehr kommerzielle Flugzeuge bauen und wünschte sich dazu eine Fusion mit Douglas. 1966 war Douglas der größte Flugzeugbauer in Kalifornien und McDonnel der größte Flugzeugbauer in Missouri. Da die Produktionskosten für die DC-8 und DC-9 trotz der stark gefüllten Auftragsbücher Douglas stark belasteten, war es 1966 soweit, dass Douglas einen Partner suchte. Am 28. April 1967 war die Fusion offiziell. James Smith McDonnell (damals 68) wurde Vorstandsvorsitzender und Vorsitzender des Aufsichtsrates. Sein Neffe Sanford N. McDonnell wurde Präsident und später auch Vorstandsvorsitzender. Donald Douglas sen.(damals 75) wurde Ehrenvorsitzender des neuen Unternehmens. Donald Douglas jr. (46) behielt die Präsidentschaft über den Douglas-Teil der Firma.



Die DC-10 war das letzte Douglas-Transportflugzeug. Sie hatte ihren Erstflug am 29. August 1970. Alle nachfolgenden Modelle erhielten bereits die "MD"-Bezeichnung im Namen. Die Nachfolgermodelle der DC9-80 "Super 80" erhielten die Bezeichnung MD-80.

In den 70er Jahren stagnierte der Auftragseingang, bedingt durch die Ölkrise, steigende Treibstoffpreise und einem Rückgang in der Passagierzahl. Die Zahl der Beschäftigten sank daraufhin auf 62.830, der Betrieb in Santa Monica, Kalifornien, wurde geschlossen, die Fabrik dort wurde abgerissen. Um die Einkünfte zu steigern, begann McDonnell Douglas zu dieser Zeit, sein Produktsortiment zu erweitern. Es kamen Luftkampfsimulatoren für das Training von Kampfpiloten, sowie Hardware für militärische Fluggeräte hinzu. Außerdem versucht sich McDonnell Douglas im LKW-Leasing, sowie im Vertrieb von Computer Dienstleistungen. McAuto war eine 100-%ige Tochterfirma, die Hard- und Software vertrieb. Die Tochterfirma VITEK entwickelte Systeme für die medizinische Industrie. Eine andere Tochterfirma war CoaLiquid, die Alternativen zum Treibstoff Öl untersuchte. Weitere Tochterfirmen erforschten Solarenergie und entwickelten Mikrowellen-Vakuum-Trockner-Systeme.



Um 1990 wurde die Konkurrenz auf dem IT-Hard- und Software-Markt so stark, dass McDonnell Douglas beschloss, sich gänzlich auf den Flugzeugbau zu besinnen und die Computersparte aufzugeben. Bis 1993 wurden alle Tochterfirmen auf diesem Gebiet verkauft, unter anderem an Electronic Data Systems Corp.

Am 1. August 1997 fusionierte McDonnell Douglas Corp. mit Boeing. Vorstandsvorsitzender von Boeing war und blieb zu dieser Zeit Phil Condit. Betriebsleiter wurde Harry Stonecipher, vorher Vorstandsvorsitzender bei McDonnel Douglas. John F. McDonnel, Sohn von James S. McDonnell und vorher Aufsichtsratsvorsitzender bei McDonnell Douglas wurde Mitglied im Aufsichtsrat von Boeing.



Flugzeuge
Die Fusion erlaubte es jedem der beiden Firmenteile, um so mehr von seiner bisherigen Spezialisierung zu profitieren. McDonnell, der Spezialist für Kampfflugzeuge, begann 1967 mit dem Bau des F4-Phantom-Nachfolgers: der F-15 Eagle. Der Erstflug war 1972. 1974 wurde sie in Dienst gestellt und brach später viele bisherige Rekorde.
Ein weiterer erfolgreicher Kampfflieger war das Mehrzweckflugzeug F/A-18 Hornet, das sowohl für die Navy als auch für die Marine Corps gebaut wurde. Erstflug war 1978 und 1983 die Indienststellung.

Douglas kämpfte weiter an der "Weltraumfront" und baute Amerikas erste Raumstation, die am 14. Mai 1973 im All plaziert wurde. Sie bot einer 3-Personen Crew Schlafquartiere und Platz für Nahrung, Wasser und andere Vorräte. Nach drei erfolgreichen Missionen verließen die letzten Astronauten das Skylab im Februar 1974. Die verlassene Station kehrte Jahre später in die Erdatmosphäre zurück und verbrannte am 11. Juli 1979. Das Skylab war eine echte Pionierleistung und lieferte wertvolle Informationen darüber, wie sich länger dauernde Aufenthalte im All auf Menschen auswirken, sowie auch über Kometen, den Kosmos und Sonneneruptionen.