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Airbus A340 Musterbeschreibung


Verwendung: Zivil
Die A340 ist ein zweistrahliges Großraumverkehrsflugzeug von Airbus für Lang- und Ultralangstrecken, das zusammen mit der zweistrahligen A330 etwickelt wurde. Sie werden auch unter der Bezeichnung A330/A340-Familie zusammengefasst.

Geschichte
Im Juni 1987 beschloss Airbus offiziell den Programmstart der A330/A340-Familie. Bei der Entwicklung wurde vorallem sehr viel Wert auf die Kommunalität zwischen den verschiedenen neuen Airbus-Mustern gelegt.
Daher wurden A330 und A340 so entwickelt, dass sie sich praktisch ausschließlich in der Triebwerksanzahl und den dadurch notwendigerweise anderen Komponenten unterscheiden. Allerdings erhielten beide die gleichen Rumpfteile, sowie das gleiche Leitwerk. Der Rumpf wurde auf Basis des A300 Rumpfes entwickelt.



Desweiteren erhielten A330 und A340 das beinahe gleiche Cockpit (A330: zwei Schubhebel; A340: vier Schubhebel), das sich beinahe gar nicht von einem Cockpit der A320 Reihe unterscheidet.

Am 25. Oktober 1991 fand der Erstflug einer A340 in der Version 300 noch vor jenem einer A330 statt. Es folgte das Zulassungsverfahren. Da es sich bei der A340 um ein vierstrahliges Luftfahrzeug handelt, musste sie nicht nach den ETOPS Regularien zertifiziert werden und darf dennoch alle Flugrouten bedienen. Dabei spielt es keine Rolle wie weit der nächste Ausweichflughafen entfernt ist. Dies war auch einer der Hauptgründe für Airbus, neben der zweistrahligen A330 noch ein beinahe identisches vierstrahliges Verkehrsflugzeug zu entwickeln. So dürfen auch heute noch einige Flugrouten - vor allem im Pazifikraum - lediglich von viermotorigen Flugzeugen bedient werden.



Im Februar 1993 wurden dann die ersten Flugzeuge an die Erstkunden Lufthansa und Air France ausgeliefert.

Mittlerweile verkauft sich die A330 entgegen der ursprünglichen Voraussagen besser als die A340. Dies liegt vor allem daran, dass die ETOPS-Regularien mit der Zeit und aufgrund des technischen Fortschrittes immer großzügiger wurden. Somit dürfen mittlerweile auch z. B. die A330 oder die 777 von Boeing Strecken bedienen, welche zuvor viermotorige Flugzeuge erforderten. Desweiteren sind zweimotorige Flugzeuge kostengünstiger, da sie wartungsärmer sind.



Vorteile der Kommunalität
Die Kernvorteile, neben geringeren Entwicklungskosten, einer derartigen Kommunalität zwischen unterschiedlichen Mustern betreffen vor allem Folgendes:

Zum Einen sinken durch die hohe Anzahl gleicher Bauteile die Wartungskosten enorm. Airlines welche sowohl A330 als auch A340 einsetzen, können einen Großteil der Ersatzteile des einen Typs auch bei dem anderen verwenden. Dies lässt sich in geringerem Umfang auch noch auf die A320 Familie ausweiten, da in dieser zum Teil ebenfalls die gleiche Avionik verwendet wird.



Zum Anderen lassen sich aufgrund der weitgehend identischen Cockpits Piloten wesentlich flexibler einsetzen. Eine Umschulung bzw. ein zusätzliches Type Rating (Musterberechtigung) für die A330 oder A340 oder A320 lässt sich binnen eines sehr kurzen Zeitraums erwerben, sollte man bereits eines der drei besitzen. Dies senkt ebenfalls die Kosten für Airlines und erhöht außerdem die Sicherheit, da nach dem "Umstieg" eines Piloten von der A320 auf die A330 die in einem Notfall relevanten Systeme immer noch an der gleichen Stelle sind.