Querverweise


  1. Douglas Aircraft Company

Douglas Aircraft Company DC-3 Musterbeschreibung


Verwendung: Zivile und militärische Verwendung
Militärische Bezeichnung: hauptsächlich C-47

Die Douglas DC-3 ist ein Flugzeug der Douglas Aircraft Company, das in 10.655 Exemplaren im Original und in 4.937 in Lizenz gebaut wurde, von denen einige noch heute kommerziell eingesetzt werden. Einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland erhielt die DC-3 als „Rosinenbomber“ während der Berliner Luftbrücke.



Geschichte
Die DC-3 ist eine Weiterentwicklung der DC-1, von der nur ein Prototyp gebaut wurde. Dieser Prototyp war so vielversprechend, dass er sofort zur DC-2 weiterentwickelt wurde, die größer und stärker war als die DC-1. Es galt für Douglas, eine Konkurrenz zu der Boeing B-247 zu schaffen. Vom Typ Douglas DC-2 wurden 193 Flugzeuge hergestellt.

Die Douglas DC-3 wurde eigentlich entwickelt, um den Passagieren zu ermöglichen, während des Fluges zu schlafen. Man baute in die DC-3 zunächst Liegen ein, um dies zu gewährleisten. Dieses System hieß zunächst DST (Douglas Sleeper Transport). Als man in die DST wieder Sitze einbaute, bekam das Flugzeug seinen Namen: Douglas DC-3. Die Passagierkapazität betrug zuerst 28, später bis zu 35 Passagiere.



Ihren Erstflug hatte die DC-3 am 17. Dezember 1935. Das Flugzeug zeichnete sich vor allem durch Sicherheit, Robustheit und hohe Wirtschaftlichkeit aus. Im Zweiten Weltkrieg kam die DC-3 als Transporter, Schleppflugzeug, Sanitätsflugzeug und Passagierflugzeug zum Einsatz. Bei den amerikanischen Streitkräften hatte es viele Namen und Bezeichnungen: C-47, C-49, C-50, C-52, C-53, C-68, C-84, C-117, Skytrain, Skytrooper; bei der US-Marine hieß es R4D. Es gab eine Versuchsausführung mit Schwimmern und eine mit ausgebauten Triebwerken als Lastensegler. Die Frachtversion hatte eine breite, doppelte Ladetür, um das Be- und Entladen zu vereinfachen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die eingesetzten Flugzeuge der amerikanischen Armee zum Teil wieder an zivile Luftfahrtunternehmen verkauft. Die DC-3 spielte damit eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Entwicklung der zivilen Luftfahrt. Eine etwas gestrecktere Version, die DC-3S oder Super DC-3 mit stärkeren Motoren flog erstmals im Juli 1949. Ein paar wurden für die US-Marine gebaut als R4D-8. Heute sind nur noch wenige davon flugtüchtig und im Einsatz.



Heute noch im Einsatz befindliche DC-3 wurden teilweise mit moderneren Turboprop-Triebwerken (PTL) nachgerüstet, wodurch ihre Leistung und Wirtschaftlichkeit etwas verbessert wurde. Äußerlich erkennt man sie zum Teil an Merkmalen wie den verlängerten Triebwerksverkleidungen, an Fünfblattpropellern oder auffällig großen Abgasrohren.

Lizenzbauten
Für die RAF wurde das Flugzeug in britischer Lizenz unter der Bezeichnung „Dakota“ gefertigt.



Die DC-3 wurde ab 1938 unter der Bezeichnung Li-2 (??-2) in der Sowjetunion in Lizenz gefertigt, allerdings mit russischen ?-62??-Motoren, die lediglich 1.000 PS leisteten und mit verkürzten Flügeln (Spannweite 28,81 m gegenüber 29,98 m). Die Änderungen schlugen sich in der Höchstgeschwindigkeit nieder, die mit 322 km/h deutlich geringer als bei der DC-3 war; aufgrund sparsamer Motoren lag aber die Reichweite der Li-2 bei 2.600 km statt 2.160 der DC-3. Außerdem wurden sämtliche Schraubverbindungen von Zoll- auf metrisches Gewinde umgestellt. Die Li-2 wurde bis 1952 gebaut, insgesamt wurden 4.937 Exemplare fertiggestellt.

Die Li-2 gab es in allen möglichen Variationen, u. a. auch militärischen (Bomber, Jagdbomber, Lazarettflugzeug) oder auch als UKW-Übertragungsstation und als Schlepper für Segelflugzeuge. Die letzte flugfähige Li-2 in Russland, die ? 23441605, die bei Flugshows zum Einsatz kam, stürzte 2004 Nahe Moskau ab.

In Japan wurde das Flugzeug als Nakajima L2D mit ca. 450 Einheiten in Lizenz gebaut. Eine weitere Lizenzvariante wurde in China gebaut.


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